Petersilie (Petroselinum crispum)

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Bevor die Petersilie Karriere in der Küche machte, war sie vor allem als Heilpflanze bekannt – bereits die Griechen schätzten ihre harnteibende Wirkung und verehrten sie als heilige Pflanze. So schmückten sie ihre Helden statt mit Lorbeer- mit Petersilienkränzen.

Auch sonst wurden ihr vielerlei zugeschrieben: sie galt im Mittelalter als Aphrodisiakum.

Wirkungen von Petersilie

Petersilie,  in erster Linie die Früchte (der Samen), wirkt harntreibend, krampflösend und Milch bildend. So hilft Petersilie besonders bei

  • Wasserstauungen
  • Verstopfungen
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfen aller Art
  • Appetitmangel

 Anwendungen und Tipps
Die Samen der Petersilie enthalten viel ätherische Öle, im wesentlichen Myristicin und bei der glatten Petersilie besonders Apiol.

Tee aus Petersiliensamen wird wie folgt zubereitet: Einige kleine Früchte werden zerstoßen (vorzugsweise im Mörser) und davon ein knapper halber Teelöffel mit kochendem Wasser überbrüht. Fünf Minuten ziehen lassen und morgens, mittags und abends je eine Tasse trinken. Auf keinen Fall mehr Samen auf die genannte Menge Wasser nehmen. Vorsicht bei Schwangerschaften und bei Nierenbeschwerden, da die erhitzende Energie der Petersilie Reizzustände noch verstärken kann.

Da die Petersilienwurzel weniger wirksam ist als die Samen, können bei der Teezubereitung größere Mengen angewendet werden: ein ganzer Teelöffel pro Tasse. Das Kraut der Petersilie selbst ist am schwächsten wirksam und sollte zur heilpflanzlichen Behandlung weniger angewandt werden. Sein Platz ist eher in der Küche als anregendes Gewürz.

Die ayurvedische Wirkung von Petersilie

Der Samen (die Früchte) der Petersilie sind entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen schwach erhitzend und scharf.

Das Kraut Petersilie ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) scharf und bitter.

Die Wurzel der Petersilie ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) süß und bitter.

Die Geschmacksrichtung scharf ist anregend, fördert die Verdauung und hebt den Appetit. Scharfes stabilisiert den Kreislauf und hebt allgemein die Körperfunktionen, während es Ansammlungen körperfremder Stoffe vermindert.

Die Geschmacksrichtung bitter wirkt fiebersenkend, antibakteriell, entgiftend und keimtötend. Bitter reinigt das Blut und das gesamte Gewebe, hat eine leicht herabsetzende und schwächende Wirkung auf den Körper.

Die Geschmacksrichtung süß ist nährend und belebend. Sie vermehrt die Körpermasse und das Körpergewebe und verleiht Zufriedenheit und Wohlbefinden. Sie wirkt aufbauend bei Schwäche und Abmagerung.

Petersilie wirkt 
Vata beruhigend, Pitta erhöhend (im Übermaß verwendet),Kapha beruhigend

Vorsicht bei der Anwendung von Petersilie bei übermäßigem Pitta (durch die scharfe und erhitzende Wirkung kann der Pitta-Anteil erhöht werden), und bei entzündlichen Prozessen der Nieren.

Here,Now,This moment.

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